maandag 14 mei 2018

Cloppenburg 1989-1990 39 Fotografien The Becher Approach Laurenz Berges Photography


Privatdruck Laurenz Berges, Kunstkreis Cloppenburg.

Laurenz Berges is a chronicler of absence. His minimalist photographs point to the earlier use of spaces, only fragments of which are shown, whose inhabitants have put them to other, new uses. Berges depicts the traces of this change in austere images that, due to their reduction, tell their stories indirectly and almost involuntarily. These are stories about the existential significance certain spaces have for our identity, and also about their transitoriness and their loss.

1966
born in Cloppenburg, lives in Dusseldorf
1986–1993
studied at the University of Essen
1992
studied at the Dusseldorf Academy of Arts
1996
master student of Bernd Becher

Laurenz Berges


Klaustrophobie muss unangenehm sein. Auch wenn man nicht darunter leidet, vermitteln die Fotoarbeiten von Laurenz Berges etwas davon. Der in Essen und an der Düsseldorfer Akademie ausgebildete Fotokünstler (Jg. 1966) beschätigte sich über Jahre mit leer gezogenen Bauten, erst mit Kasernen, die die abrückenden sowjetischen Soldaten in Ostdeutschland hinterließen, dann mit Dörfern, die für den rheinischen Braunkohlentagebau geräumt werden mussten. Die Spuren der früheren Bewohner sind allenthalben in den Arbeiten von Berges sichtbar. Die Ausschnitte der Innenaufnahmen sind eng und begrenzt. Der Blick wird auf Schmutzränder, funktionslose Steckdosen, verlassenes, zerschlissenes Mobiliar und düstere Zimmerecken konzentriert. Selten weitet sich die Perspektive zu einem Blick aus einem Fenster oder gar eine Außenaufnahme, aber auch draußen herrscht Trostlosigkeit. Wie konnte man es an diesen von Berges bloß gestellten Orten aushalten, ohne zum Psychopathen zu werden? Während das warme Licht, das bei wenigen Kaserneninterieurs spürbar ist, die Option auf eine ehem als anheimelnde Atmosphäre offen läßt, kann davon bei den Dörfern im Braunkohlenrevier nicht mehr die Rede sein. Berges’ minimalistische und lakonische Stillleben öffnen Räume menschlicher Existenz, die sich weit über das rein Sichtbare hinaus erstrecken.

Thomas Wiegand

See also Bernd, Hilla and the Others / Photography from Dusseldorf


















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